Asthma und Rauchen

 

Aufgrund aufwendiger vorliegender Studien gilt als gesichert: Wenn man als Jugendlicher weniger als 10 Zigaretten pro Tag raucht, erhöht sich das das Risiko, an Asthma zu erkranken, verglichen mit gleichaltrigen Nichtrauchern um das 2,3-fache.  

Raucht man noch mehr oder länger, wird es noch schlimmer:  Bei Jugendlichen, die mindestens vier Jahre rauchen, erhöht sich das Risiko auf das Vierfache.

Bei Jugendlichen, die mehr als zehn Zigaretten pro Tag rauchen,  erhöht sich das Asthma-Risiko auf mehr als das Dreifache.

Bereits jugendliche Gelegenheitsraucher weisen im Vergleich zu Nichtrauchern ein etwa 1,5-fach erhöhtes Risiko für eine Asthmadiagnose auf.

Basis der zitierten Untersuchung sind Daten von Jugendlichen, die als Zehnjährige erstmals 1995/96 in Dresden und München an einer Studie zu Asthma und Allergien teilgenommen hatten und 2002/03 erneut untersucht worden sind. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Kohorte fast 3800 Jugendliche, es handelte sich also um „eine groß angelegte und absolut aussagefähige Studie“, wie die Autoren betonen.

Die Studie belegt erstmals, dass sich die chronische Erkrankung der Atemwege innerhalb von zwei bis drei Jahren entwickelt, also zeitnah zum Beginn der Raucherkarriere und nicht als Spätfolge im Alter.

Der Autor Weiland kommt in diesem Zusammenhang überdies zu der Erkenntnis: “Die Jugendlichen unterschätzen zum einen die Abhängigkeit, zum anderen die Konsequenzen ihres Verhaltens.”

Also: hört auf zu Rauchen, fangt gar nicht erst an. Tipps, wie man Rauchen vermeiden oder sich  wieder abgewöhnen kann, erhaltet Ihr unter „ Links: Anti Rauchen“. In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf das Projekt „Nichtrauchen ist cool“ der Deutschen Lungenstiftung verwiesen.  Entsprechende Schulungsprogramme werden z.B. im UKE angeboten.